A8

Das Druckbett an sich habe ich nicht geändert, sondern nur leicht modifiziert....

Original


Beim originalen Aufbau werden M3 x 30 Senkkopfschrauben verwendet. Federn dienen zur weichen Abfederung für den Druckkopf. Das Ganze wird mit M3-Flügelmuttern gespannt.

Originale AnleitungM3 Schraube, Feder und Flügelmutter


So sah dies dann in echt aus:

Erster Druck

An allen vier Ecken wurde nun das Druckbett nivelliert = gleichmäßiger Abstand zum Druckkopf einstellen.

Hier fanden wir einen tollen Tip: Butterbrotpapier.
Damit wird alles eingestellt, dass der Druckkopf nur noch ganz leicht das Papier festhält.
So stimmt dann der Abstand vom Druckkopf zum Druckbett.

Zu dieser Einstellerei wurde oben am Schraubenkopf mittels eines Kreuzschlitzdrehers die Schraube festgehalten und unten die Flügelmutter gedreht. Wir haben es auch anders herum probiert: unten festhalten und oben drehen.



Die ersten Drucke


Anfangs war diese Einstellerei eine zeitraubende Angelegenheit. MIt der Zeit entwickelten wir einen Blick dafür, wann wir wieder nivellieren mussten. Theoretisch einmal einstellen und gut funktioniert nicht immer - hier sowieso nicht!

Beachten Sie bitte auf dem Druckbett das Malerkrepp-Klebeband. Es dient dem Schutz der Oberfläche des Druckbettes. Nach jedem dritten oder vierten Druckteil musste dies erneurt werden.
Auch dadurch wurde das Druckbett beansprucht: Klebeband abziehen und neues wieder andrücken = nivellieren.




Pertinaxplatte


Als alter Elektronikbastler fand ich im Internet den Hinweis auf Pertinax zu drucken. Dies ist ein altes Material um Platinen für die Elektronik herzustellen.
Nach Erhalt derselben sägte und feilte ich die Ecken rund, damit man an die Schraubenköpfe hinkommt.

Druckbett mit Pertinaxplatte

Nun lief der Druck um einiges besser. Ebenso die Oberfläche auf der das Teil auf dem Druckbett auflag, war richtig glatt. Ein richtiger Sprung nach vorn!
Mit der Zeit jedoch hinterließ auch hier der Druckkopf seine Spuren, da immer die gleiche Endstellung angefahren wurde.




Glasplatte


Druckbett mit Glasplatte
Für den Umbau auf Glasplatte musste ich erst einmal das Druckbett zerlegen: nur die vier Nivellierschrauben entfernen.
Da nun alles auf M4 (statt original M3) umgerüstet wird, entfallen die M3 Schrauben und Flügelmuttern.
Zuvor sollte man sich im Baumarkt oder Internet je 4 Stück Senkkopfschrauben (M4 x 30mm), M4-Muttern und M4-Flügelmuttern besorgen. Die Original Federn verwenden wir wieder, denn sie passen auch für M4.

Die vorhandenen M3-Senkungen im Heizbett mittels Senker leicht vergrößern, dass der M4-Schraubenkopf bündig oder nur leicht tiefer sitzt.
Zuletzt noch die Mutter aufdrehen und die Schraube damit kontern.
Die H-förmige Aluplatte (auf der die Heizplatte befestigt war) hat zur Befestigung derselben 4 x M3 Gewinde. Diese werden mit einem 4,2mm Bohrer aufgebohrt und entgratet.

Beim Aufstecken der Federn stelle ich fest, dass diese sich über die M4-Muttern drücken lassen.
Dies ist sehr vorteilhaft, wenn die Heizplatte wieder umgedreht wird und nichts herunterfällt!

Das Ganze kommt nun zusammen in die frisch aufgebohrten Löcher.
Die 4 Stück M4 Flügelmuttern aufdrehen - fertig mit der Montage. Nun geht es wieder ans Nivellieren ...

Glasplatte: der sauberste Druck, den ich gesehen habe!





Neue Einsteller / Drehknopf


Die Finger schmerzen beim Einstellen mit den Flügelmuttern.
Im Netz fand ich dafür eine wundervolle Lösung: www.thingiverse.com/thing:2824330

Diese Lösung erfordert die Umrüstung der Original M3-Schrauben und Flügelmuttern derselben auf M4!

Dieses habe ich bereits hinter mir. Siehe bei der Umrüstung auf Glasplatte





Drehknopf für M4 Flügelmutter

Diesen Drehknopf für M4 Flügelmutter druckte ich mir gleich 4 mal aus.

Natürlich in Blau ...

Drehknopf für M4 Flügelmutter



Der Umbau ging recht flott voran, es war ja auch kein großer.

Für den Anfang werden nur die 4 Flügelmuttern abgeschraubt...



Rechts im Bild ist deutlich die vergrößerte Griffmöglichkeit zwischen der einzelnen Flügelmutter und dem Drehknopf zu sehen.

Fluegelmutter mit Druckteil

Einlegen der 4 M4-Flügelmuttern in den Drehknopf.

Zum leichteren Aufschrauben lege ich die Flügelmutter mit dem Drehknopf auf den Finger und führe in unter die Schraube ...

Drehknopf auf Finger
... und von oben drücke ich mit dem Daumen leicht auf die Heizplatte. Jetzt drehe ich vorsichtig mit der anderen Hand den Drehknopf auf die Schraube.

Meist funktioniert es gut, manchmal muss beides wieder auf dem Boden gesucht werden ....

Fluegelmutter mit Druckteil




Abgerauchter Hotbed-Stecker

Abgerauchter Stecker

Wie kann es auch anders sein, bei einer Vorführung fiel schlagartig die Temperatur des Hotbeds. Die rote LED unter dem Hotbed tat auch nicht mehr...

Ich ahnte bereits Schlimmes.
Aber nach einigem Hin- und Herbiegen am Stecker ging es wieder. Also machte ich mir desweiteren keine großen Sorgen.

Zuhause angekommen ließ es mir keine Ruhe: ich musste einfach mal nachsehen: Stecker abgezogen und ohje .....


(Bereits die Zuleitung der Heizung abgezwickt, es bleiben nur die zwei Kabel des Temperatursensors am Steckkontakt)


Abgerauchter Stecker

Am Gegenstück sah es nicht besser aus.

Kein Wunder, dass die Heizung nicht mehr funktionierte. Da ging kaum noch Strom drüber!

Also mal wieder im Web nachgesehen und es wie alle anderen auch einfach repariert.


Abgerauchter Stecker4

Beide Kabel der Heizung abgezwickt, abisoliert und verzinnt.

Anschließend direkt auf die Heizplatte gelötet.

Als Zugentlastung und Fixierung der beiden losen Kabel habe ich ein paar Kabelbinder am Stecker angebracht.


Abgerauchter Stecker5

Von oben betrachtet sieht alles ganz manierlich aus.

Und die Temperatur beginnt wieder zu steigen!


Temperaturanzeige